In neuer Gestalt und mit dem Schwerpunkt Schwellensituation wieder online:
jochen-scheel.de
Coaching für Menschen in Schwellensituationen
28. Mai, 2009Coaching-Angebot für den Raum Köln in Kürze online
19. Januar, 2009Demnächst wird mein Kurzzeitcoaching-Angebot zu den Themenbereichen Persönliche Entfaltung, Gesundheit, und Inhaber-geführte Unternehmen
online sein. Eine Begrüßungsseite gibt es schon: http://www.coachingköln.de/
Ziele-Abend für 2009
17. November, 2008******
Einladung zum Themenabend
Von guten Vorsätzen zum guten Gelingen
Methoden, Tools und „innere Türen“ für ein erfolgreiches 2009
Hallo!
Lief 2008 alles wie gewünscht oder darf’s für 2009 etwas mehr sein?*
Wäre es nicht schön, wenn gute Vorsätze und neue Ziele – (oder auch zum x-ten Mal aufgewärmte) einmal länger als ein paar Wochen halten würden – und tatsächlich spür- und sichtbare Ergebnisse hervorbringen?
In diesem Sinne, damit 2009 sich (fast) so entwickelt wie persönlich bestellt, veranstalte ich zu Jahresbeginn einen „Easyworkshop“, zu dem ich Dich herzlich einlade.
Zugeschnitten auf die individuellen Interessenslagen der Teilnehmer, wird es praxisnah um folgende Aspekte gehen:
- Wofür ist es generell gut, Ziele zu haben?
- Wie sollten Ziele beschaffen und formuliert sein, damit ihr Erreichen
wahrscheinlich wird? Inkl. neuster Erkenntnisse der Hirnforschung
- Wie komme ich überhaupt zu Zielen, die keine beliebigen „Kopfgeburten“
sind, sondern die wirklich zu mir als ganze Person passen?
- Warum es wenig aussichtsreich ist, etwas einfach nur loswerden oder sich
abgewöhnen zu wollen – und was mehr Erfolg verspricht
- Was, wenn das Ziel im Weg ist
oder verschiedene Ziele nicht unter einen Hut zu bringen sind?
- Wie verwandliche ich Hindernisse auf halbem Weg
zu Sprungbrettern für meine Sache?
- Wie nutze ich meine gesamten Talente für mein Vorhaben
und welche habe ich dabei bisher zu wenig beachtet?
Die Themen werden praxisnah, erlebnisorientiert und daher leicht verständlich vermittelt.
Die Methoden und „Werkzeuge“ (unter anderem auch aus der s. g. systemischen Arbeit) sind so dargestellt,
dass jede(r) sie mit „nach Hause nehmen“ und somit auch für andere Themen selbstständig nutzen kann.
Zeit: 8. Januar 2009, 19:00 – 22:00 (bei Interesse Ende offen;)
Ort: in Köln, genaueres gebe ich bei Interesse telefonisch bekannt
Preis 35 €;
Bei Interesse kann das Thema in einem späteren Wochenendseminar zur Talentfindung und Visionentwicklung (zurzeit in Arbeit) vertieft werden.
******
–
http://www.jochen-scheel.de
Lösungen, Ziele, Veränderungen.
Strategische Unternehmenskommunikation,
Team- und Einzelcoachings, Seminare.
Gesundheitscoaching
0176 27 42 82 92
(bitte Anmeldungen und Nachfragen stets telefonisch)
Reha-unterstützendes Coaching
25. August, 2008Als Resultat meiner Forschungen und Entwicklungen zu einem neurologisch fundierten Coaching werde ich fortan mit der Fachpraxis für neurologische Reha inteGrad kooperieren. Zum Gegenstand der Kooperation – Reha-unterstützendes Coaching – werden wir im Oktober einen Tag der Offenen Tür veranstalten.
Termin und Ort werde ich rechtzeitig bekannt geben.
Brauchen ältere Menschen eine spezielle Form der Zielearbeit im Coaching?
25. Mai, 2008… oder zumindest eine genauere? Neue Forschungsergebnisse des Leibnitz-Instituts für Neurobiologie Magdeburg machen mich diesbezüglich hellhörig. [Kategorie Coaching und Neurologie]]
Dem Magdeburger Arzt Björn Schott aus dem Team von Prof. Emrah Düzel ging es bei seinen Forschungen allerdings explizit nicht Zielearbeit, sondern um altersspezifische Unterschiede beim Lernen, und dort wiederum um den Einfluss von Belohnungsreizen. Daher skizziere ich zunächst ihren Ansatz und ihre Erkenntnisse, bevor ich die Gedanken anfüge, die mir als Coach zu ihren Ergebnissen kommen.
Schott ging es um altersabhängiges Lernen und um die Auswirkung von Motivation auf das Lernverhalten. Dafür ließ er ältere (62 bis 78 Jahre) und jüngere Probanden (19 bis 28 Jahre) eine bestimmte Art Zahlenrätsel lösen und untersuchte mit Hilfe simultaner Aufnahmen des Computertomographen, welchen Effekt Belohnungen auf die Lösungsqualität und auf den Lerneffekt hatten, der sich im Laufe der Tests einstellte.
Auch diese Studie bewies mal wieder, dass Lernen alten Menschen generell ebenso möglich ist wie jungen, sofern keine neurologischen Krankheiten oder Störungen vorliegen. Lediglich im Lerntempo scheinen die Jüngeren den Alten etwas im Vorteil zu sein. Ein signifikanter Unterschied zwischen den Generationen ergab sich aber, was den Einfluss von Motivation durch Belohnungen betrifft: Schon beim Versprechen kleinster Belohnungen wie 50 Cent lösten die Jungen die Aufgaben schneller und mit einer höheren Trefferquote als ohne Belohnungsversprechen. Auf die Älteren hingegen blieben diese Leistungsanreize fast ohne den förderlichen Einfluss: Die Aufnahmen des Computertomographen belegen, dass die Belohnungszentren im Gehirn der Älteren erst dann aktiv wurden, wenn die Probanden die Belohnung tatsächlich erhielten (und nicht bereits, wenn sie nur in Aussicht gestellt wurden)!
Für die Magdeburger Mediziner drängt sich angesichts dieser Ergebnisse vor allem eine Frage auf:
Sind alte Menschen gegen über Gewinnversprechen (etwa aus neurologischen Gründen) nicht mehr empfänglich oder erwarten sie einfach weniger, weil sie im Laufe ihres Lebens häufiger enttäuscht wurden?
(Dass die Mediziner damit implizit davon ausgehen, dass Menschen im Leben eher enttäuscht als erfolgsbelohnt werden oder aber, dass die Enttäuschungen emotional stärker „zu Buche schlagen“ als Erfolge, sei hier nur kurz angemerkt.)
Stellt man sich die Frage etwas genereller, wird deutlich wie die Untersuchungen der Magdeburger mich auf meine eigenen Gedanken hierzu bringen:
Muss sich bei Älteren Erfolg erst eingestellt haben, um motivierend zu sein?
Wäre dem so, müsste man fürs Coaching in der Zielearbeit mit Älteren eventuell besondere Wege gehen. Denn die klassische Zielearbeit, etwa im Neurolinguistischen Programmieren (NLP) arbeitet zentral mit der Methode, dass man den Klienten gleich zu Beginn der Arbeit dazu einlädt, sich auf allen Sinneskanälen vorzustellen, er habe sein Ziel bereits erreicht (so genannter Als-ob-Frame). Erst dann werden mögliche Probleme und Bedenken geklärt, und zwar während die Zielvorstellungen weiterhin aktiviert bleiben. Das mag einigen „Realitätsfanatikern“ zunächst wie Augenwischerei vorkommen, verfolgt aber ein wichtiges (inzwischen auch neurologisch bestätigtes) Prinzip: dem Erarbeiten von Lösungen im Kompetenzmodus des Betroffenen.
Ein Mensch der sich dauerhaft von einem Problem belastet fühlt (Problemmodus) , unterscheidet sich nämlich deutlich von dem gleichen Menschen, der seine Themen klärt wie am Schnürchen (Lösungsmodus). Im Problemmodus werden ein großer Teil seiner Lösungskompetenzen sogar in organischer Hinsicht gelähmt. Die Lösungen, die der Betroffene unter der Problemlast (auch unter einer unbewussten) entwickelt sind daher oft das Problem in Grün und bringen nicht wirklich weiter – oder aber die Lösungsentwicklung wird angesichts der vermeintlich übermächtigen Problemlage sogar ganz eingestellt. (Mehr dazu hier.)
Genau diese unerwünschten Effekte umgeht man, wenn der Coach seinen Klienten zu Beginn in ein zielspezifisches Erfolgserleben „schickt“. (Nun stellen Sie sich bitte einmal mit allen Sinnen vor, Sie hättesn die Firma, die Sie gründen wollen, bereits gegründet. Nicht nur dass: Sie sind bereits im zweiten äußerst erfolgreichen Geschäftsjahr.) Dieses Erleben geht nämlich fast immer damit einher, dass der Betroffene vom Problem- in den Lösungsmodus wechselt. (Für mich in der Arbeit mit Klienten wie im Selbstcoaching ist es immer wieder beeindruckend, wie förderlich sich dieser Moduswechsel auf die Lösungsorientierung auswirkt.)
Die Ergebnisse der Magdeburger Mediziner deuten darauf hin, dass dieses Prinzip der Zielearbeit bei Älteren möglicherweise nicht so uneingeschränkt genutzt werden könnte wie hier beschrieben. Denn gerade auf den (zukunftsbetonten) Als-ob-Frame lassen sich die Alten ja offenbar weniger ein als jüngere. -
Möglicherweise entwickeln Ältere aber während ihres Lebens nur spezifische individuelle Erwartungen und sind irgendwann einfach nur weniger zugänglich für allgemeine Belohnungsformen als Junge. Vielleicht reizt auch gerade Geld alte Menschen weniger, während immaterielle Werte wie Gesundheit an Bedeutung gewinnen.
Eventuell ist es aber auch für eine wirksame Zielearbeit mit alten Probanden nur notwendig, die Vorstellung neuer Ziele stärker mit den Erfolgserfahrungen zu verbinden, die diese Menschen in ihrem Leben schon gemacht haben. Mir scheint ein Rückgriff auf diese „Habenseite“ in der zweiten Lebenshälfte nur natürlich und naheliegend.
Um obige „Vielleichts“ und „Eventuells“ zu klären, wäre es natürlich schön, den Effekt einer Zielearbeit analog zur Vorgehensweise der Magdeburger ebenfalls mit Hilfe eines Computertomographen zu untersuchen. (Mal sehen, was die Zukunft da bringt.)
Besonders interessant sind diese Überlegungen, wenn man erwägt, unterstützendes Coaching als Reha-Begleitung etwa in der Neurologie zu nutzen. (Hierzu bereite ich gemeinsam mit einer Reha-Klinik in Köln gerade ein Projekt vor.) Die Erkenntnisse der Magdeburger zeigen nämlich auch, dass die Belohnungszentren des menschlichen Gehirns nicht nur altersbedingt, sondern auch durch Erkrankungen schwerer aktivierbar sein können. Offenbar sind diese Phänomene abhängig vom Dopamin-Stoffwechsel des Gehirns. Da dieser bei einigen neurologischen Erkrankungen wie etwa Parkinson eine wichtige Rolle spielt, könnte sich Coaching für betroffene Patienten als ebenso lohnende wie anspruchsvolle Maßnahme erweisen.
Verfasst von jochenscheel
Verfasst von jochenscheel
Verfasst von jochenscheel